Als Krebspatient zum Zahnarzt
 

Der Schutz der Zähne und des Zahnfleisches ist während einer Krebstheapie besonders wichtig.

Wird bei Ihnen eine Krebserkrankung fetsgestellt, beschäftigen Sie im Augenblick andere Dinge als ein Besuch beim Zahnarzt.

Dennoch: Eine Krebsbehandlung kann sich nachteilig auf Mund und Zähne auswirken. Diesen zusätzlich belastenden Begleiterscheinungen und Nebenwirkungen können sie vorbeugen, und die durch die Krebstherapie entstehenden Beschwerden können gelindert werden.

Nicht wenige Krebspatienten sind nicht in der Lage, die notwendige Zahnpflege fortzusetzen. Treten Nebenwirkungen der Krebsbehandlung in Form angegriffener Mundschleimhaut auf, oder Nebenwirkungen durch Medikamente auf Ihre Zähne und den Kieferknochen, kann die gewohnte Mundhygiene in dieser besonderen Situation nicht mehr ausreichend sein.

Was ist bei den verschiedenen Formen der Krebstherapie aus zahnärztlicher Sicht zu beachten ?

Die Bestrahlung - Risiken meiden:

Tumore im Mund- und Rachenbereich verlangen eine besonders gut Mundpflege, um negative Folgen der Strahlentherapie auf Zähne, Kieferknochen, Zahnfleisch und Mundschleimhaut zu vermindern. Die Strahlentherapie kann zu Entzündungen der Mundschleimhaut führen, sowie zu einer Mundtrockenheit. Das Risko für Karies- und Zahnfleischschäden kann so deutlich steigen.

Wie können Sie diesen Negativerscheinungen vorbeugen ?

  • Eine Krebsbehandlung mit gesunden Zähnen und gesundem Zahnfleisch ist sinnvoll, denn so leiden Sie weniger unter den Nebenwirkungen der Strahlentherpie auf Zähne und Zahnfleisch
  • Die zahnärztliche Gebisssanierung sollte möglichst 10 Tage vor Beginn der Bestrahlungen abgeschlossen sein..
  • Eine Strahlenschutzschiene, sowie spezielle Medikamententrägerschienen können vor der Strahlentherapie angefertigt, und während der Bestrahlung genutzt werden. Die Strahlenschutzschiene kann eine örtlich begrenzte Überhöhung der Strahlendosis verhindern. Wir helfen Ihnen hierzu gerne weiter.

 

Die Chemotherapie:

Trotz Medikamenten, die die Übelkeit bekämpfen, kann eine Chemotherapie manchmal mit Erbechen verbunden sein. Durch das Erbechen kommt die Magensäure in Kontakt mit den Zähnen und dem Zahnfleisch, und kann diese angreifen. Es ist wichtig, den Mund nach dem Erbechen sorgfältig auszuspülen.

Da die Chemotherapie nicht nur auf die Tumorzellen wirkt, kann es zu wunder Mundschleimhaut und/oder einem Brennen im Mundraum kommen. Auch Verletzungen im Mundraum heilen schlechter, oder führen sogar zu weiteren Entzündungen:


Wie können Sie diesen Negativerscheinungen vorbeugen ?


  • Unterbechen Sie nicht Ihre geübte Mundpflege.
  • Sie sollten saure oder scharfe Speisen meiden.
  • Verzichten Sie auf Rauchen und Alkohol.
  • Vor dem Beginn der Chemotherapie sollten alle Zahndefekte saniert sein.
  • Vor und nach der Chemotherapie sollte eine zahnärzltiche Beurteilung darüber entscheiden, ob Ihre Zähne und Ihr Zahnfleisch in Ordnung sind.

 

Die Bisphosphonate - regelmäßge Kontrolle ist wichtig:

Bisphosphonate sind Medikamente, die in den Stoffwechsel des Knochens eingreifen. Als Nebenwirkungen können Schäden am Kieferknochen auftreten. Hierduch sind auch die Zähne gefährdet.


Wie können Sie diesen Negativerscheinungen vorbeugen ?


  • Lassen Sie vor der Behandlung mit Bisphosphonaten die Zähne und das Zahnfleisch auf Schäden untersuchen.
  • Bei notwendigen Zahnentfernungen nach Therapiebeginn mit Bisphosphonaten kann es zu unerwünschten Knochennekrosen (=Schäden am Kieferknochen) kommen.


Wir beraten Sie zu diesem Thema gerne ausführlich in unserer Praxis.

Ihr Praxisteam für fortschrittliche Zahnmedizin

Dr. Guido Schönwälder

 

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