News Januar 2012

Elektronische Kieferregistrierung

Die elektronische Kieferregistrierung erfasst berührungslos alle Bewegungen des Unterkiefers. Ein spezielles Programm berechnet präzise die muskelzentrierte Idealposition des Unterkiefers und liefert die Einstellwerte für individuell einstellbare  Artikulatoren; dies sind Laborgräte in den z. B. neuer Zahnersatz hergestellt wird. Der Zahnersatz kann dabei nach individuellen Werten, ähnlich einem Maßanzug, hergestellt werden, und eben nicht nur „von der Stange“ nach durchschnittlichen Werten.  Das Ergebnis ist ein optimal Sitzender und funktionierender Zahnersatz der nicht von Zwangsbissen vorgegeben wird, sondern von der Ruheposition der Muskeln.  Das Messsystem errechnet die optimale Position des Unterkiefers, die für weitere diagnostische und therapeutische Schritte, wie z. B. die individuelle Anfertigung eines maßgeschneiderten Zahnersatzes, weiterverwendet werden kann.

Das Messsystem beinhaltet ein dreidimensionales Modell, das nach den individuell gemessenen Bewegungsdaten animiert werden kann. Damit kann der betroffene Patient die Bewegungsstörungen anschaulich verdeutlicht bekommen und es können mögliche Lösungswege aufgezeigt werden. Das virtuelle Modell der Kieferbewegung ist in allen Richtungen drehbar. Details können vergrößert werden.

Zudem können mit der elektronischen Kiefergelenksregistrierung falsche Bisse analysiert bzw. vermieden werden. Eine funktionelle Voruntersuchung gibt Aufschluss über eine fehlende Koordination im Kiefergelenk. Die fehlende Koordination im Kiefergelenk kann zu vorzeitigem Gelenkverschleiß und/oder zu Schmerzen im Bereich des Kiefergelenkes und/oder im Kopfbereich allgemein führen. Oft werden vorhandene Beschwerden gar nicht in dem Zusammenhang mit dem Kiefergelenk gebracht, da sie weit entfernt vom Kiefergelenk, z. B. auch im Rücken, auftreten können.

Elektronische Kieferbewegungsregistrierungen dienen ebenfalls der Erhärtung von Verdachtsdiagnosen aus der klinischen Funktionsdiagnostik und dem Aufspüren feiner Zusammenhänge, die bei der konventionellen Untersuchung ohne elektronische Aufzeichnung nicht feststellbar wären. Es können so komplexe Bewegungsabläufe der Kiefergelenke veranschaulicht werden und in therapeutische Konzepte überführt werden. So hat sich die Erkenntnis in der fortschrittlichen Zahnmedizin durchgesetzt, dass reine Drehbewegungen der Kiefergelenke beim Öffnen und Schließen des Mundes, sowie beim Kauen, eher die Ausnahmen sind. In der Realität ist diese Bewegung derart komplex, dass die vollständige Bewegungserfassung nur mit einer elektronischen Aufzeichnung gelingt.


Häufig vernachlässigt wird auch, dass Kieferbewegungen von unterschiedlichen Kopfhaltungen abhängig sind. Die Auswirkungen beziehen sich sowohl auf das Bewegungszentrum, wie auch auf die Bewegungsrichtung. Konventionell durch den Behandler handgeführte Bewegungen bei Bissnahmen, können zu einer provozierten Rotationsbewegung führen, die aber nicht dem tatsächlichen Bewegungsmusters ohne handgeführte Zwangsführung entspricht.

Diese Überlegungen sind in der Diagnostik bei krankhaften und schmerzhaften Kiefergelenksbefunden, und insbesondere bei der Therapie mit neuem, individuell gefertigtem, Zahnersatz, zu berücksichtigen, damit nicht ein Zahnersatz „von der Stange“, sondern Zahnersatz im Sinne eines optimal funktionierenden „Maßanzuges“ geschaffen werden kann.

Weiter lesen ...


Quelle: G.S.

***************

Der Erfinder der weißen LED feiert seinen 80. Geburtstag

Freiburg im Breisgau (ots) - Seine Erfindung erleuchtet die Welt: Prof. Dr. Jürgen Schneider, langjähriger Abteilungsleiter des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Festkörperphysik und Erfinder der weißen LED, feierte seinen 80. Geburtstag.

Der gebürtige Berliner studierte Physik in Freiburg und habilitierte sich dort 1967 nach zwei Forschungsaufenthalten in den USA. Trotz mehrerer Rufe an verschiedene Lehrstühle blieb Prof. Schneider dem Fraunhofer IAF treu. Hier leitete er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1996 die Abteilung Materialforschung und entwickelte 1995 die weiße lichtemittierende Diode (weiße LED), die aus einem einzigen Halbleiter-Chip besteht.

Heute begründet diese kleine, langlebige und energieeffiziente Lichtquelle einen Zukunftsmarkt. Neben einfachen Anwendungen in Taschenlampen oder Schreibtischleuchten, setzt besonders die Automobilindustrie auf die Vorteile der LED-Technologie im Fern- und Abblendlicht.

"Erfindungen haben es manchmal schwer", so Prof. Dr. Schneider. "Eine unserer ersten Lumineszenzkonversions-LEDs wurde bei einem Kunden zunächst als 'merkwürdige Büroklammer' verkannt und entsorgt. Erst im zweiten Anlauf konnten wir mit unserer Technologie überzeugen."

Das Potential der weißen LED ist noch lange nicht ausgeschöpft. Das Fraunhofer IAF forscht auch heute intensiv, um weitere Verbesserung in der Lichtintensität, der Farbqualität und der Effizienz zu erzielen.

Quelle: Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik

***************

Erkältung im Flugzeug: Schnupfenfrei über den Wolken

Verstopfte Nase erschwert Druckausgleich beim Fliegen. Erkältungsviren dringen über Nase und Augen in den Körper ein.

Leverkusen (ots) - So viele Passagiere gab es noch nie: 2010 wurden laut deutscher Flugsicherung 166 Millionen Flugreisende transportiert.. Gerade auf längeren Strecken sind Flugzeuge aus Zeitgründen oft das favorisierte Verkehrsmittel - egal, ob für Geschäftsreisende oder Urlauber. Doch wenn der Kopf brummt und die Nase verstopft ist, kann ein Flug vor allem bei der Landung unangenehm werden, da der Druckausgleich erschwert wird.

Verstopfte Nase: Fliegen nicht ohne Probleme
Erkältete klagen vor allem über Schnupfen (knapp 71 Prozent) und eine verstopfte Nase (65 Prozent). Besonders unangenehm und problematisch ist dies beim Fliegen. Der Grund: In der Luft ist der Luftdruck niedrig, am Boden hoch - beim Landeanflug steigt daher der Luftdruck im Flugzeug innerhalb weniger Minuten, wodurch ein Unterdruck im Mittelohr entsteht - das Trommelfell dehnt sich nach innen. Bei einer Erkältung sind die Nasenschleimhäute angeschwollen, sodass die Luft unzureichend oder gar nicht durchgelassen wird. Der Druck lässt sich schlechter ausgleichen. Die Folge: Das gedehnte Trommelfell beginnt zu schmerzen und es kommt zu einem dumpfen Gefühl im Ohr. Im Extremfall kann das Trommelfell reißen und das Hörvermögen wird beeinträchtigt.

Schmerzen und Schnupfen lindern
Erkältete, die ihre Flugreise nicht absagen können, sollten vor Reiseantritt die Blockade in der Nase lösen, damit sie den Druckausgleich machen können und erkältungsbedingte Schmerzen behandeln.

Viren in der Luft?
Ein Mythos hält sich hartnäckig: Klimaanlagen in Flugzeugen gelten als wahre Virenschleudern. Angeblich wälzen sie die Luft in der Kabine nur um und transportieren so Viren, Bakterien und Keime von Sitzplatz zu Sitzplatz. Nach Angaben der Fluggesellschaften ist das Gegenteil der Fall: Ihre Messungen ergeben, dass dank moderner Filtersysteme Bakterien, Keime und Viren zurückgehalten werden. Und auch Forscher haben keinen Hinweis, dass das Ansteckungsrisiko an Bord besonders hoch ist. Sie gehen ebenfalls davon aus, dass moderne Klimaanlagen das Ansteckungsrisiko reduzieren können und die Luft in vielen Büros oder Wohnungen keimhaltiger ist. Nicht verhindern kann die Technik allerdings, dass die Erkältungsviren durch den direkten Kontakt mit einer Schnupfnase übertragen werden. Zur Vorbeugung ist es deshalb ratsam, ein paar einfache Hygiene-Regeln zu beachten: Neben dem gründlichen Händewaschen sollten sich Reisende möglichst nicht ins Gesicht fassen. Rhino-, Entero- und andere Erkältungsviren können sich nämlich bis zu drei Stunden auf den Handflächen halten und so leicht zu den Schleimhäuten von Augen und Nase gelangen, wo sie sich ausbreiten.

Quelle: Bayer HealthCare Deutschland

 
 
***************

 

Preis des Alterns

Wie sich die hohe Lebenserwartung des Menschen auf das Gehirn auswirkt

Baierbrunn (ots) - Im Gegensatz zu Schimpansen schrumpft das Gehirn des Menschen mit dem Alter und wird anfällig für Demenzkrankheiten - offenbar aber nur, weil wir viel älter werden als unsere nahen Verwandten aus dem Tierreich.

Das Schrumpfen, das bis zu 15 Prozent betragen kann, setzt beim Menschen erst im vergleichsweise hohen Alter von 50 Jahren ein. Das ist das durchschnittliche Sterbealter von Schimpansen. Forscher der George-Washington-Universität (USA), die diese Erkenntnisse beim Vergleich von 186 Hirnen per Magnetresonanztomografie gewannen, führen typische Alterserkrankungen wie Alzheimer auf die hohe Lebenserwartung des Menschen zurück.

Quelle: Apotheken Umschau


 

Willkommen | Sitemap | Impressum | Datenschutz | ©2011 Dr. Guido Schönwälder - Zahnarzt Hagen - Praxis für fortschrittliche Zahnmedizin